PSP-Beamter von Porto Santo im Fall von Misshandlung in der Polizeidienststelle Rato vor Gericht geschickt

Das Zentrale Ermittlungsgericht für Strafsachen hat zwei PSP-Beamte, die von der Staatsanwaltschaft im Januar wegen Folter und sexuellen Missbrauchs von Häftlingen in der Polizeidienststelle Rato in Lissabon angeklagt wurden, vor Gericht gestellt. Einer der Angeklagten ist ein 22-jähriger aus Porto Santo, der sich seit seiner Festnahme im Juli 2025 in Untersuchungshaft befindet. Ihm werden 29 Straftaten zur Last gelegt, darunter sechs wegen Folter, fünf wegen Vergewaltigung, sieben wegen Machtmissbrauchs sowie mehrere weitere Delikte wie Urkundenfälschung, besonders schwerer Diebstahl, Verletzung des Briefgeheimnisses, Raub und Besitz einer verbotenen Waffe. Der zweite Beamte, 26 Jahre alt und in Porto Santo geboren, wurde ebenfalls im Juli 2025 festgenommen und steht derzeit unter Hausarrest. Ihm werden sieben Straftaten vorgeworfen, darunter zwei wegen Folter, drei wegen Machtmissbrauchs, eine Körperverletzung und der Besitz einer verbotenen Waffe. Laut Anklageschrift sollen die beiden Beamten zwischen Juli 2024 und März 2025 Häftlinge misshandelt und sexuell missbraucht haben, wobei viele der Vorfälle gefilmt und fotografiert wurden. Der Richter erklärte, die im Ermittlungsverfahren gesammelten Beweise seien umfangreich, stimmig und würden durch Video- und forensisches Material untermauert; er kam zu dem Schluss, dass eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung im Hauptverfahren besteht.


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