Tourist wird nach Raubüberfall in Funchal angewiesen, Madeira innerhalb von fünf Tagen zu verlassen

Ein Mann, der von der Polícia de Segurança Pública (PSP) wegen eines brutalen Raubüberfalls in der Avenida Sá Carneiro in Funchal festgenommen wurde, ist vom Gericht dazu verpflichtet worden, die Autonome Region Madeira innerhalb von fünf Tagen zu verlassen. Nach seiner ersten richterlichen Anhörung wurden zudem mehrere Zwangsmaßnahmen gegen ihn verhängt, darunter eine tägliche Meldepflicht bei der PSP sowie ein Verbot, sich zwischen 17:00 und 08:00 Uhr auf öffentlichen Straßen aufzuhalten oder dort zu bewegen. Der Fall begann am Morgen des 25. Mai, als die Polizei eine Anzeige über den Diebstahl eines Mobiltelefons von einem 25‑jährigen Schweizer Touristen erhielt, der bei dem Raub offenbar auch angegriffen wurde. Beamte des Polizeireviers Funchal und der Kriminalpolizei leiteten umgehend Ermittlungen ein, wobei ein Zeuge eine Schlüsselrolle spielte, indem er Aufnahmen zur Verfügung stellte, die zur Identifizierung des Verdächtigen beitrugen. Die Polizei spürte den Mann später in einem Hotel in Funchal auf und nahm ihn aufgrund eines von der PSP ausgestellten Haftbefehls fest, nachdem seine Identität bestätigt und Beweise aus dem öffentlichen CCTV‑Überwachungssystem Funchals ausgewertet worden waren. Die Ermittlungen standen außerdem im Zusammenhang mit einem separaten Bericht der Seepolizei über Zwischenfälle auf der „Lobo Marinho“ während ihrer Rückfahrt von Porto Santo, bei denen der Verdächtige Berichten zufolge mit einem anderen Passagier in Streit geraten und versucht haben soll, ihn über Bord zu werfen. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme soll er zudem drei Hotelgäste belästigt haben, die dadurch verängstigt waren, obwohl sie sich dagegen entschieden, offiziell Anzeige zu erstatten. Die Behörden haben die Staatsangehörigkeit des Mannes zurückgehalten, während sich Nutzer in den sozialen Netzwerken fragen, warum er nicht inhaftiert oder umgehend abgeschoben wurde.


:newspaper: Vollständigen Artikel lesen