Pflegekräfte, die in der Erwachsenen-Notaufnahme des Krankenhauses Dr. Nélio Mendonça arbeiten, haben gewarnt, dass die aktuelle Arbeitsbelastung es ihnen unmöglich macht, eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten. Ende Januar 2026 schickten Dutzende von Pflegekräften sogenannte escusa de responsabilidade-Erklärungen an SESARAM, den Gesundheitsdienst Madeiras, und informierten außerdem die Krankenhausleitung sowie die Berufsverbände über die Situation. Die Beschwerden spiegeln einen anhaltenden Druck in der Notfallversorgung wider, bei dem die Nachfrage häufig den verfügbaren Raum und die Personalkapazitäten übersteigt. In einer am 30. Januar 2026 veröffentlichten Erklärung teilte SESARAM mit, man verstehe die von den Pflegekräften geäußerte Erschöpfung und beschrieb die Notfallversorgung als ihrem Wesen nach fordernd und dringlich. Der Dienst fügte hinzu, dass das Wohlergehen und die Arbeitsbedingungen seiner Beschäftigten Priorität hätten, wies jedoch darauf hin, dass der Patientendurchfluss häufig von Faktoren beeinflusst werde, die sich der unmittelbaren klinischen Kontrolle entziehen. Am 1. Februar 2026 erklärte der Präsident von SESARAM gegenüber RTP Madeira, dass im Laufe des Februars 16 neue Pflegekräfte eingestellt werden sollen und bis Ende des ersten Quartals zwei weitere erwartet werden. SESARAM gab außerdem an, dass die Notaufnahme derzeit über 115 Pflegekräfte verfügt, die zeitweise von acht Pflegekräften aus anderen Klinikeinheiten unterstützt werden, und dass verspätete Entlassungen dazu führen, dass rund 230 Patientinnen und Patienten in Krankenhausbetten verbleiben, während sie auf soziale Unterstützung oder Plätze in weiterführenden Versorgungseinrichtungen warten.\n\n—\n
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