Pedro Garrett, Mitbegründer von 2adapt und Hauptredner auf einer Konferenz über Madeiras Verwundbarkeit gegenüber Extremereignissen, sagte heute, dass die Region in den kommenden Jahren wahrscheinlich mit extremeren Wetterlagen konfrontiert sein wird. Am Rande einer von der Regionalvertretung Madeira der Ingenieurkammer organisierten Veranstaltung plädierte er für ein schnelleres, stärker digitalisiertes und für die gesamte Gesellschaft besser zugängliches Risikomanagement. Er forderte, die vorhandenen Instrumente und Daten zu digitalisieren, damit das Risikomanagement nicht nur von staatlichen Stellen und dem Zivilschutz, sondern auch von weiteren Akteuren wahrgenommen werden kann. Garrett betonte, dass Informationen einfacher nutzbar sein und in Sekunden statt in Tagen oder Monaten verfügbar sein müssten, damit Entscheidungen schnell und intelligent getroffen werden können. Zudem nannte er die Digitalisierung von Informationen und die Umwandlung technischer Berichte in dynamische Werkzeuge als große Herausforderungen für die kommenden Jahre. Unter Verweis auf aktuelle Studien sagte er, dass die 2023 erhobenen Daten darauf hindeuten, dass die Durchschnittstemperatur in der Region bis 2050 um etwa zwei Grad und bis 2100 in den höchsten Lagen um bis zu fünf Grad steigen könnte. Diese Projektionen deuten außerdem auf längere Phasen mäßiger Dürre, weniger jährliche Gesamtniederschläge und einen deutlichen Anstieg extremer Niederschlagsereignisse hin, was zu sich verschärfenden Extremen mit wachsenden Auswirkungen führt. Garrett schloss daraus, dass Madeira kontinuierlich auf Überschwemmungen, Waldbrände und andere extreme Wetterereignisse vorbereitet sein muss.
