Tourismusführer auf Madeira warnen: Flughafenstörungen könnten Krise im Jahr 2027 auslösen

Warnungen wichtiger Akteure im Tourismussektor Madeiras haben die Sorge verstärkt, dass die wiederholten windbedingten Betriebsstörungen am Flughafen Cristiano Ronaldo International zu einer ernsten wirtschaftlichen Bedrohung werden. In der Sendung „Debatte der Woche“ von TSF-Madeira sagte António Trindade, Vorstandsvorsitzender der PortoBay-Gruppe, einige Reiseveranstalter und Fluggesellschaften überlegten bereits, ob sie ihre Madeira-Verbindungen im Jahr 2027 noch aufrechterhalten, falls sich die Situation nicht bessert. Er erklärte, die Kosten für Umleitungen, Annullierungen und Verspätungen würden für die Fluggesellschaften und Veranstalter zunehmend schwerer zu verkraften, da zusätzliche Flughafenentgelte, Treibstoff, Unterkünfte, Mahlzeiten und Folgestörungen im Flugplan die Belastung weiter erhöhten. Trindade sagte außerdem, PortoBay habe allein in drei Tagen der Flugplatzstörungen im vergangenen Monat rund 100.000 € an Einnahmen verloren, und argumentierte, dass die Gesamtausfälle in der Region wahrscheinlich deutlich höher liegen, da die Gruppe nur etwa vier Prozent der Hotelkapazität Madeiras stellt. Er fügte hinzu, dass das Problem auch die Bewohner und Unternehmen betrifft, da viele Menschen nicht sicher sein können, ob sie die Insel rechtzeitig erreichen oder verlassen können. Anstelle weiterer Studien forderte er, dass Fluggesellschaften, Reiseveranstalter, Hoteliers, Schifffahrtsunternehmen, Reisebüros und Behörden gemeinsam an einer koordinierten Notfallstrategie arbeiten. Der ehemalige Vizepräsident der Regionalregierung, Miguel de Sousa, sagte, das Problem habe sich verschärft, weil Madeira Einfluss auf den Flugbetrieb verloren habe, seit die Konzession an ANA überging, das inzwischen zum Vinci-Konzern gehört, wodurch die Möglichkeiten der Region eingeschränkt seien, Investitionen oder betriebliche Änderungen durchzusetzen. In der Debatte wurde auch die Idee einer Fährverbindung mit dem portugiesischen Festland erneut aufgegriffen; de Sousa und Trindade erklärten beide, dass der Gütertransport im Zentrum jedes tragfähigen Dienstes stehen müsste, während Forscher des Portugiesischen Instituts für Meer und Atmosphäre (IPMA) und des Nationalen Labors für Bauingenieurwesen weiterhin die Windverhältnisse rund um den Flughafen Madeira untersuchen.


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