Funchal genehmigt neue Regeln für lokale Unterkünfte

Die Stadtverordnetenversammlung von Funchal hat heute Vormittag eine neue Verordnung für Lokale Beherbergungsbetriebe (AL – Alojamento Local) verabschiedet und damit neue Begrenzungen für diese Tätigkeit eingeführt, insbesondere in Wohngebäuden. Die Maßnahme wurde von der PSD/CDS-Koalition und Chega unterstützt, während sich JPP und PS enthielten und die Liberale Initiative (IL) dagegen stimmte. Stadtrat Paulo Lobo erklärte, die Entscheidung komme einem Wahlversprechen der PSD/CDS-Koalition rasch nach und folge der Position des Präsidenten, wonach keine neuen AL-Registrierungen in Mehrfamilienwohngebäuden zugelassen werden sollen. Er fügte hinzu, dass die Gemeinde weiterhin Investitionen in die Stadtsanierung sowie die Wiederherstellung leerstehender oder verfallener Gebäude fördern wolle. Rosalina Bayntun (IL) sagte, der Zugang zu Wohnraum in Funchal sei ein ernstes Problem, argumentierte jedoch, dass die Einschränkung der Freiheit von Investoren nicht die richtige Antwort sei. Liliana da Gama (JPP) versuchte, den Verordnungsentwurf zu ändern, doch die PSD/CDS-Mehrheit lehnte eine Prüfung ab, weil der Vorschlag nach Ablauf der Frist eingereicht worden sei. Sie kritisierte zudem, dass der endgültige Text weder die Bewohner ausreichend schütze noch die 170 Beiträge aus dem öffentlichen Konsultationsverfahren angemessen widerspiegele. Sérgio Abreu (PS) bezeichnete AL als ein komplexes Thema mit widerstreitenden Interessen und verwies sowohl auf seine Rolle bei der Wiederbelebung heruntergekommener Gebäude als auch auf seine Auswirkungen auf Bewohner, die mit Zwangsräumungen und prekären Wohnverhältnissen konfrontiert sind, und kritisierte zugleich das Fehlen eines Sanktionsmechanismus.


:newspaper: Vollständigen Artikel lesen