Gonçalo Leite Velho eröffnete die heutige Plenarsitzung mit dem Vorwurf, die Regionalregierung sei „steuersüchtig“. Er sagte, Madeira verzeichne seit 31 Monaten in Folge die „höchste Inflationsrate des Landes“, zugleich die teuersten Treibstoffe und stetig steigende Lebensmittelpreise. Nach Ansicht des PS-Abgeordneten setzt diese Kombination die Familien in der gesamten Region stark unter Druck. Er argumentierte, dass die Lage zugleich die Steuereinnahmen auf Rekordniveau getrieben habe. Allein bei der Mehrwertsteuer seien die Einnahmen in demselben Zeitraum von 30 Monaten um 313 Millionen Euro höher gewesen als im Vorjahr. Leite Velho bezeichnete die Mehrwertsteuer als eine äußerst ertragreiche Einnahmequelle für die Regionalregierung, während Madeira weiterhin im PAEF (Programm für wirtschaftliche und finanzielle Anpassung) verbleibt. Er fügte hinzu, dass das regionale BIP zwischen 2012 und 2024 um 46 % gestiegen sei, die Mehrwertsteuereinnahmen jedoch um 144 % zugenommen hätten, und schlussfolgerte, dass, wenn Madeirer etwas kaufen, „die Madeirer den Verkäufer und die Regionalregierung bezahlen“.
