Die Polícia Judiciária hat sich an einer großen internationalen Operation gegen den Drogenschmuggel per Seeweg entlang des östlichen Atlantikkorridors zwischen den Azoren und den Kanarischen Inseln beteiligt. Die Route, die durch die Gewässer Madeiras verläuft, wird zunehmend von kriminellen Organisationen genutzt, um Kokain aus Lateinamerika nach Europa zu transportieren. Die Operation mit dem Namen „ALPHA LIMA“ lief vom 13. bis zum 26. April und führte zur Beschlagnahmung von 11 Tonnen Kokain und 8,5 Tonnen Haschisch. Zudem wurden 54 Personen festgenommen und acht verdächtige Schiffe im Rahmen der koordinierten Aktion abgefangen. Nach Angaben der Polícia Judiciária richtete sich die Ermittlung gegen internationale kriminelle Netzwerke, die den Atlantik für den Umschlag von Drogen nutzen, um große europäische Häfen und gängige Aufspürungsmethoden zu umgehen. In Portugal beschlagnahmte die Nationale Einheit zur Bekämpfung des Drogenhandels der PJ 2.196 Kilo Kokain, unterstützt von der Marinemiliz (Maritime Police), der portugiesischen Luftwaffe und der Nationalgarde (National Republican Guard). Europol erklärt, dass die Gewässer zwischen den Azoren und den Kanarischen Inseln inzwischen als eine der wichtigsten Drogenschmuggelrouten im Atlantik gelten, von den Behörden als „Cocaine Route“ bezeichnet. In diesem Zusammenhang wurde auch an die Beschlagnahme von mehr als sieben Tonnen Kokain am 21. November 2025 erinnert, von denen ein Teil in Madeira entladen wurde.
