Die portugiesische Nationale Behörde für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte (Infarmed) hat bekannt gegeben, dass Ozempic (Semaglutid) in Portugal nun vom Serviço Nacional de Saúde (SNS) für Erwachsene mit Typ‑2‑Diabetes übernommen wird, die fettleibig sind oder ein hohes Herz-Kreislauf-Risiko aufweisen. Das Medikament wird als „Ergänzung zu Diät und Bewegung, zusätzlich zu anderen Medikamenten zur Behandlung von Diabetes“ eingesetzt und in der Zweit- und Drittlinientherapie verordnet. Das bedeutet, es ist für Patientinnen und Patienten gedacht, deren Blutzucker mit anderen Behandlungen unzureichend kontrolliert bleibt. Auf Madeira ist das Thema besonders relevant, da Diabetes 14 % der Erwachsenen betrifft – deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 9,8 %. Der Artikel weist außerdem darauf hin, dass 58 % der erwachsenen Bevölkerung Madeiras als übergewichtig oder fettleibig gelten, was den Bedarf an Prävention, Früherkennung und einem gesünderen Lebensstil unterstreicht. José Manuel Boavida, Präsident der Associação Protetora dos Diabéticos de Portugal (APDP), bezeichnete die Entscheidung als eine seit Langem bestehende Forderung und erklärte, frühere Ausschlüsse seien völlig inakzeptabel gewesen. Er fügte hinzu, dass die Maßnahme den Zugang für fast alle Menschen mit Diabetes sowie für Personen mit Adipositas oder hohem Herz-Kreislauf-Risiko ausweite, betonte jedoch zugleich, dass Adipositas als solche noch stärker angegangen werden müsse.