Rechnungshof rügt Finanzierungs- und Aufsichtsversagen in Madeira

Eine letzte Woche veröffentlichte Prüfung der Regionalabteilung Madeira des Rechnungshofs hat mehrere Unregelmäßigkeiten bei den vom Regionalregierung gewährten Zuschüssen an die 43 Casas do Povo Madeiras in den Jahren 2022 und 2023 festgestellt. Im Bericht heißt es, dass keine finanziellen Vergehen festgestellt wurden, es wurden jedoch Probleme wie Doppelfinanzierungen, fehlende Verfahrenshandbücher und Verzögerungen bei der Rückforderung von überschüssigen Mitteln identifiziert. Von den insgesamt überwiesenen rund 7 Millionen Euro entfiel die Hälfte auf das Unterstützungsprogramm zur Gewährleistung der sozialen Stabilität (PROAGES), während ein Drittel die Betriebskosten sowie lokale soziale, wirtschaftliche und kulturelle Initiativen abdeckte. Rund 10 % bzw. etwa 676.000 Euro wurden für die Förderung von Kultur und Traditionen im Zusammenhang mit Landwirtschaft und Landleben verwendet. Der Rechnungshof konzentrierte sich auf die Casas do Povo in Ponta do Sol und Curral das Freiras, wo festgestellt wurde, dass Ausgaben gleichzeitig bei verschiedenen Förderstellen eingereicht wurden, um kumulative Unterstützung zu rechtfertigen. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass vier Gemeinschaftszentren — Camacha, Câmara de Lobos, Ponta do Sol und Curral das Freiras — über kein Buchhaltungssystem verfügten, das Ausgaben nach Finanzierungsquellen trennt. Der Rechnungshof empfahl verstärkte interne Kontrollen, klarere Vorgaben zur Vermeidung von Doppelfinanzierungen, eine schnellere Rückzahlung von PROAGES-Mitteln sowie eine getrennte Finanzberichterstattung für Veranstaltungen in den beiden geprüften Gemeinschaftszentren. Über die Umsetzung der Empfehlungen ist bis zum 30. November 2026 zu berichten.\n\n—\n​:newspaper: Vollständigen Artikel lesen