Das Islamische Kulturzentrum von Madeira (CCIM) hat mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft gegen regionale Chega-Führungskräfte eingereicht, darunter Francisco Gomes, ein für Madeira gewähltes Mitglied des portugiesischen Parlaments. Die Maßnahme folgt auf wochenlange öffentliche Äußerungen und Beiträge in sozialen Medien, von denen das Zentrum sagt, sie würden falsche und diskriminierende Behauptungen über seine Aktivitäten und Mitglieder verbreiten. Umair Tariq, Präsident des CCIM, sagte, die Situation habe sich im Laufe der Zeit verschlimmert, und sprach von täglichen Videos, Online-Schikanen und Drohungen gegen die muslimische Gemeinschaft. Seine Frau Lisette sagte, der Druck habe sich psychologisch auf die Familie ausgewirkt und sie hätten zu Hause ein Alarmsystem installiert, um sich nachts sicherer zu fühlen. Die Kommission für Religionsfreiheit veröffentlichte am 17. März eine Stellungnahme, in der sie erklärte, dass die Äußerungen von Francisco Gomes und anderen Chega-Funktionären Diskriminierung und Aufruf zu Hass darstellen, und billigte diese Einschätzung einstimmig mit allen 11 Mitgliedern. Das CCIM betreibt außerdem ein Strafverfahren bei der Staatsanwaltschaft in Funchal und hat eine Zivilklage eingereicht, in der es die Entfernung von Online-Inhalten und eine Geldstrafe von 5.000 Euro für jede künftige Zuwiderhandlung fordert. In der Beschwerde wird argumentiert, dass die gegen Muslime gerichtete Sprache Feindseligkeit schüre und Einschüchterung, Ausgrenzung oder Gewalt begünstigen könne, während André Ventura sagte, strafrechtliche Verantwortung solle von Staatsanwälten oder der Polizei und nicht von beratenden Gremien entschieden werden.\n\n—\n
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